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Wer war Friedrich Dessauer?

Friedrich Dessauer (1881-1963)

war Radiologe, Physiker, Politiker, sozial engagierter Unternehmer und Publizist.
Dessauer studierte u.a. an der Goethe-Universität, wo er 1917 „Über einen neuen Hochspannungstransformator und seine Anwendung zur Erzeugung durchdringungsfähiger Röntgenstrahlen“ promovierte. Außerdem beschäftigte er als Unternehmer bis zu 500 Angestellte für den Bau von Röntgenapparaten und anderen medizinischen Geräten. Er leitete anschließend das „Institut für physikalische Grundlagen der Medizin“ und war 1922-1933 Professor an der Goethe-Universität. Er gilt als Begründer der Quantenbiologie.

Dessauer war Zentrums-Politiker (linker Flügel) und 1924-1933 Abgeordneter im Reichstag. Als Begründer und Mitinhaber der linkskatholischen Rhein-Mainischen Volkszeitung warnte Dessauer bereits früh vor dem Nationalsozialismus. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten seiner Ämter enthoben und verhaftet, jedoch freigesprochen. 1934 wurde er wegen „nichtarischer Abstammung“ in den Ruhestand versetzt (ein Großvater war Jude). Dessauer emigrierte in die Türkei, später in die Schweiz. Er war weiter in der wissenschaftlichen Lehre tätig und hielt nach seiner Rückkehr nach Frankfurt 1948 Vorträge an der Goethe-Universität. Am 16. Februar 1963 starb Dessauer wie viele damalige Strahlenphysiker an den Folgen einer zu hohen Strahlenkontamination.

1969/70 wurde das Friedrich-Dessauer-Haus in Ffm-Hausen gebaut.

Wer mehr über das spannende Leben des Wohnheim-Namensgebers erfahren möchte – ein ehemaliger FDH-Bewohner hat seine Dissertation über Dessauer geschrieben:

  • Michael Habersack: Friedrich Dessauer (1881 - 1963) : eine politische Biographie des Frankfurter Biophysikers und Reichstagsabgeordneten. Paderborn, Schöningh 2011, ISBN 978-3-506-77129-2.

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